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Wozu personal branding?

Wozu personal branding?

Als 1999 Conrad Seidl und Werner Beutelmeyer „Die Marke ICH“ als 300 Seiten starke Ratgeberlektüre auf den Markt brachten, waren deren Thesen noch provokant. Abgeschaut vom Konsumgüter-Marketing entwickelten die beiden Strategien für die  Selbstvermarktung. Conrad Seidl ist das beste Beispiel dafür, dass er seine Vorschläge gleich selber mit aller Wucht und Beharrlichkeit umgesetzt hat: Als lederhosenbekleideter, rotbebrillter Bierpapst zieht der Journalist so erfolgreich wie schrill durch die Lande. Seidl hat seine eigene „Marke ICH“ zusammengebaut.

Vor plumper Nachahmung ist allerdings abzuraten. Sich zu kostümieren, um als Marke einzigartig zu werden, ist nicht jedermanns / jederfraus Sache. Die Quintessenz des damaligen Bestsellers gilt aber nach wie vor: Es ist gut und notwendig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man denn von anderen wahr genommen wird. Und es ist gut, die Wahrnehmung nicht dem Zufall zu überlassen. Personal Branding, also die eigene Markenbildung ist ein Prozess der Bewusstmachung. Kleidung, Umgangsformen, Sprache, Körpersprache – alles Signale, die unsere persönliche Marke prägen – ob wir nun wollen, oder nicht. Da lohnt es sich sehr wohl, sich nicht einfach treiben zu lassen, sondern diese Signale ganz bewusst einzusetzen. Das haben auch Unternehmen längst erkannt. In der PR menschelt es.  Unternehmen werden von Persönlichkeiten dargestellt, die von ihren Zielen und Visionen erzählen, die sich für ihr soziales Umfeld engagieren und mit ihren unterschiedlichen Bezugsgruppen in Dialog treten.

Personal Branding ist eine Spezialdisziplin der PR, der Bestsellerautor Dan Schawbel hat sie mit seinem eigenen Blog weltweit bekannt gemacht, von zahlreiche Referenten wird sie thematisiert, eine Linzer Markenagentur hat sich den Begriff sogar markenrechtlich schützen lassen. Jeder kennt auch in Oberösterreich Markenpersönlichkeiten, die man mit einem Satz charakterisieren kann: Bau-Landesrat Franz Hiesl – der Baggerfahrer und Betonierer; Emporia-Chefin Eveline Pupeter – die Einfach-Telefonier-Managerin; Berater Michael Brandtner – der Markenguru; Ex-Raiffeisengeneral Ludwig Scharinger – König Ludwig oder auch Luigi Monetti genannt 😉

Jeder ist wertvoll

Wie aber schmiedet man denn sein eigenes Markenbild? Bevor Sie mit dem Hammer ans Werk gehen, sollten Sie sich vor allem Zeit nehmen zur Analyse: Wie werde ich von anderen wahrgenommen? Wie wirke ich? und zur Selbstreflexion: Was sind meine Stärken? Wie möchte ich sein? Was möchte ich erreichen? Was macht mich glücklich?

Erst wenn Sie wissen, wohin die Reise gehen soll, können Sie die notwendigen Vorbereitungen für ihr Personal  Branding treffen und die unterschiedlichen Kommunikationsinstrumente dazu einsetzen, Sie bei der Erreichung Ihrer Ziele zu unterstützen.

Zeit für sich selbst

Ein aktuelles conco-media Seminarangebot – speziell für Frauen – befasst sich Ende August mit dem Thema Personal Branding. Es ebnet die Wege zur Selbstreflexion, vermittelt ein Gespür dafür wie man von anderen wahrgenommen (und recht schnell bewertet) wird und es lehrt den passenden Umgang mit den  Instrumenten zur Gestaltung des eigenen Markenbildes. Näheres auf der Seite Seminare.

Foto: © Studio Barcelona – Fotolia.com

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