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Wie wirken Geschichten aus Unternehmen?

Unser Alltag ist voll von Geschichten. Sie sind ein ganz starkes Kommunikationsinstrument. Das machen sich auch Unternehmen immer mehr zu Nutze. Und wer nicht selbst erzählt, über den wird erzählt. Allerdings wild wuchernd. So entstehen Gerüchte – nicht immer positive.

Wir wollen wissen, wo Produkte herkommen, welche Idee hinter einem neuen Geschäftsmodell steht, wer die Gründer / Betreiber von Unternehmen sind, wie erfolgreich sie sind und so weiter. Wer einmal erkannt hat, welchen Einfluss Geschichten auf das Image von Unternehmen haben, der setzt dieses Instrument bewusster ein. Die Gründungsstorys von erfolgreichen Unternehmen wie Apple oder Facebook sind legendär. Aber auch sogenannte mittelständische Unternehmen profitieren von ihrer ganz individuellen Erfolgsstory. Denn Geschichten werden weiter erzählt – von Mitarbeitern, Partnern, Kunden. Auch die Wirtschaftsseiten in den Medien sind voll solcher Geschichten (darum sind sie auch der beste Weg, um bei Journalisten Gehör zu finden). Sie sind ja auch spannender als die bloße Aufzählung von Zahlen, Daten und Fakten. Und  weiter Erzähltes bleibt länger in Erinnerung,  wird zum Teil der Marke.

Geschichten aus Unternehmen sind auch ein wichtiges Element im Beziehungsmanagement. Ich könnte Ihnen da zum Beispiel die Geschichte einer Gastwirtsfamilie erzählen, die mir genauso gut in Erinnerung geblieben ist, wie das gute Essen und die schöne Umgebung. Das Familienhotel erzählt in der Gästemappe die Geschichte des Hauses, stellt die im Betrieb tätigen Familienmitglieder vor und beschreibt, was ihnen besonders wichtig ist. Und schon habe ich als Gast einen persönlichen Bezug zum Haus und zu den Menschen, die mich umsorgen. An Stelle von Vermutungen, „wie denn das alles zusammenhängt“, gibt es eine schlüssige, sympathische Geschichte. Statt Anonymität gibt es „Familienanschluss“ und genug Stoff zum Weitererzählen.

Wenn Geschichten fehlen, dann entsteht ein Vakuum, das allzu leicht mit Gerüchten gefüllt wird. Darum tun Unternehmen gut daran, alle zur Verfügung stehenden Medien zu nutzen, um ihre Geschichten zu erzählen. Die eigene Website, Facebook oder Blogs eignen sich dazu bestens.  Aber Vorsicht: Geschichten müssen authentisch sein und einen reellen Hintergrund haben. Dazu gehört auch, dass man erklärt, wenn einmal etwas nicht so läuft, wie geplant. Wenn zum Beispiel mein Hotel auf seiner Website in den höchsten Tönen von einer neuen Anlage schwärmt, die in wenigen Tagen eröffnet werde und ich treffe vor Ort auf eine riesige Baustelle, dann macht das misstrauisch und die Retourkutsche folgt auf den Fuß – denn negative Geschichten verbreiten sich noch schneller, als positive.

Das Geschichten erzählen  – zusammengefasst unter dem Begriff Storytelling – hat noch viele weitere Facetten. Dazu mehr in einem der nächsten Beiträge. Wer gleich mehr über das Instrument Storytelling wissen möchte, dem sei ein Buch empfohlen: Das Harun-Al-Raschid-Prinzip von Frenzel/Müller/Sotong.

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