search slide
search slide

Wie werden Texte lesefreundlich?

Wie werden Texte lesefreundlich?

Schreibgewandte Mitarbeiter landen oft zusätzlich zu ihrer angestammten Arbeit  in der Rolle der Texter, wenn es gilt, die Pressearbeit für das Unternehmen, den Verein oder eine Non-Profit-Organisation zu übernehmen. Wer für eine Zeitung textet – egal ob Publikumsmedium, Fachzeitschrift oder Kundenzeitung – sollte seine Inhalte aber besonders g’schmackig verpacken. Sonst beißt keiner an.

„Wie mach‘ ich es richtig, dass mein Text ankommt?“ Dies ist in meinen Seminaren die am häufigsten gestellte Frage. Die erste Regel, die Texter von mir mit auf den Weg bekommen: „Vergessen Sie alles, was Sie in der Schule über das Aufsatzschreiben gelernt haben!“ Warum? Das erklären die Spielregeln für Zeitungstexte:

1. Formulieren Sie eine prägnante Überschrift. Meist haben Sie nur diesen einen Satz um das Interesse der Leser zu wecken. Die Überschrift muss beschreiben, um was es geht. Ist sie nicht spannend, lesen die meisten Betrachter gar nicht erst weiter. Deshalb: Finden Sie eine schlagwortartige, informative Kernaussage.

2. Bauen Sie den Text wie eine umgekehrte Pyramide auf: Die wichtigsten Informationen kommen gleich an den Anfang. Der erste Absatz des Textes gibt die Kernaussage wieder. Orientieren Sie sich an der Beantwortung der „W-Fragen“. Das könnte so aussehen:

Wer? …….. Ihr Unternehmen
Was? ….…  erwirtschaftete eine deutliche Umsatzsteigerung von X Prozent
Wann? ….  im abgelaufenen Geschäftsjahr …
Wie? …….. durch die Erschließung neuer Märkte
Wo? ………  in Osteuropa.

Warum? … Ziel ist es, die Marktführerschaft in diesen Ländern zu übernehmen.

3. Wenn Sie neue fachliche Informationen darstellen, schreiben Sie keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern einen auch für Laien verständlichen Text. Schreiben Sie kurze Sätze, nutzen Sie kurze und prägnante Worte, vermeiden Sie Fachausdrücke.

4. Texte werden lebendiger, wenn sie direkte Rede enthalten. Lassen Sie also den Chef / die Chefin oder andere Experten aus Ihrer Einrichtung zu Wort kommen.

Schon diese paar Grundsätze bringen Pepp in eine Aussendung. Und wer jetzt noch sagt: „Wissen tät‘ ich’s eh…“, dem bleibt der letzte Rat: „Üben, üben, üben….“

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

co