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Wie ticken Journalisten?

Wie ticken Journalisten?

Wie sind sie eigentlich, die Journalisten? Was mögen sie, was mögen sie nicht? – Diese Fragen beschäftigen Teilnehmer in meinen Medienseminaren immer wieder. Man will ja als Öffentlichkeitsarbeiter ein gutes Verhältnis zur schreibenden Zunft aufbauen und möglichst nichts falsch machen.

Natürlich gibt es auf diese Fragen  ganz schlichte Antworten: Journalisten sind Menschen wie du und ich. Sie wollen höflich und nicht aufdringlich behandelt werden. Sie schätzen es, wenn man ihnen die Wahrheit sagt und das möglichst klipp und klar. Journalisten sind immer unter Zeitdruck und daher für ein bisserl Service in Form von zugetragenen Informationen dankbar.

Journalisten mögen es nicht, wenn man sie mit unwichtigen Mitteilungen zukübelt und dann auch noch jedes Mal nachtelefoniert, ob die Nicht-Nachricht eh angekommen ist. Wer seine Botschaft nicht im Mail-Nirwana versinken lassen will, darf ruhig anrufen – aber bitte nicht vor 11 Uhr und nicht ab 14 Uhr, denn am Morgen gibt’s Redaktionskonferenzen und Termine und am Nachmittag muss schließlich die aktuelle Zeitung auf Schiene gebracht werden.

So weit so bekannt. Wie aber ticken Journalisten? Was sind die heimlichen Treiber oder Bremser für eine gute Beziehung?

Das ist schon nicht mehr so einfach gesagt. Schließlich steckt in dem Wort „Beziehung“ ja schon drinnen, dass hier ein Kontakt aufgebaut werden muss, auf den man sich beziehen kann. Das geht nicht von heut auf morgen und beinhaltet die Mühe des Kennenlernens.

Der erste Schritt dazu ist, sich die Storys der Betreffenden genauer anzuschauen. Dadurch   kann man zumindest ein wenig auf die Interessenslage schließen und hat für ein persönliches Gespräch Anknüpfungspunkte.

Auch sonst sind daraus manche Schlüsse zulässig. Also achten Sie nicht nur auf den Titel, sondern auch auf den Autor einer Geschichte.

P.S: Gezählte 12 Mal stand diese Woche der Name eines Redakteurs bei den maximal 20 Beiträgen einer neuen OÖ-Magazinbeilage dabei. Da wird es einem leicht gemacht, Storys zuzuordnen und sich ein erstes Bild vom Schreiber zu machen.

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