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Wie möchten Sie’s denn gerne?

Wie möchten Sie’s denn gerne?

Die Veränderungen in der Medienlandschaft bringen Zeitungsmacher aber auch PR-Leute ins Schwitzen. „Immer mehr Informationskanäle wollen gleichzeitig beschickt und auch gleichzeitig überwacht werden“, schildert die Vorsitzende des Public Relations Verbandes Austria (PRVA) kürzlich im Presseclub. Das Handwerkszeug wird umfangreicher, die Qualifikation der PR-Schaffenden ist dementsprechend ebenfalls gestiegen. Letztlich aber brauche es Vertrauen und gut gepflegte Kontakte, wenn die Zusammenarbeit zwischen Medienmachern und ihren Informanten aus Agenturen oder Unternehmen funktionieren soll. Darin waren sich PR- und Medienvertreter einig.

Der richtige Kick

Bei der Presseclub-Diskussion über Macht und Ohnmacht der Medien dominierten erwartungsgemäß  PR-Leute und Pressesprecher das Publikum. Sie wollten nicht nur ihrem Ärger über schlampige Recherchen oder bewusste Ignoranz auf Seite der Zeitungsmacher loswerden. Sie fischten vor allem  nach brauchbaren Tipps, die ihnen den Zugang zu den Medien erleichtern sollten. Und da hatten die anwesenden Diskutanten doch das eine oder andere Häppchen parat:

Fritz Steinbock, oö Kronenzeitung:

„Wirtschaftsberichterstattung soll am Konsumenten orientiert sein. Und daher ist das auch für mich oberste Priorität, was Konsumenten interessiert“.

„Infos, die man brauchen kann, sind immer willkommen. Wirtschaftsjournalisten brauchen auf jeden Fall Zahlen.“

„Wer auch in Krisenzeiten wahrheitsgetreu Auskunft gibt, baut sich ein großes Vertrauensverhältnis zu Journalisten auf“.

Wolfgang Braun, oö Nachrichten:

„Wenn eine Geschichte gut ist, dann ist auch gut, wenn sie nicht exklusiv ist“.

„Was gar nicht ankommt bei uns, ist das Verhüllungsvokabular von manchen Pressesprechern. Wuchteln drucken zählt nicht. Ich möchte wissen, was wirklich Sache ist.“

„Für Hintergrundinformation sind wir schon dankbar, auch wenn wir nicht alles schreiben können. Gerade wenn man auch Kommentare verfasst ist es wichtig, über Hintergründe Bescheid zu wissen.“

„Wenn etwas falsch berichtet wurde, am besten gleich über OTS richtig stellen. Dann ist das dokumentiert und alle Medien haben darauf Zugriff.“

Johannes Hintermayr, Medienanwalt:

„Wir Anwälte sind immer öfter eingebunden, wenn es darum geht, eine Pressemeldung schon vorab zu checken – was geht noch als Wahrheit durch und was wäre gelogen.“

„Klagen gegen Medien sind wirklich das allerletzte Mittel.“

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