search slide
search slide

Wie leben wir Strategie?

Wie leben wir Strategie?

„Ist die Unternehmensstrategie nur ein Papiertiger, oder zeigt sie auch tatsächlich Wirkung?“ – dieser Frage ging eine Untersuchung der osb-Unternehmensberatung nach. 500 Mitarbeiter von österreichischen Unternehmen  wurden befragt. Was wünschen sie sich vor allem für eine bessere Umsetzung der Unternehmensstrategie? Bessere Kommunikation mit den Führungskräften, mehr Mitspracherecht, mehr Wertschätzung, Motivation und Menschlichkeit.

 Die alles entscheidende Frage: „Wie machen wir es?“ – gilt es in Unternehmen jeden Tag x-fach in Details zu beantworten. Wie sollen unsere Produkte ausgeführt sein? Wie verhalten wir uns gegenüber Kunden? Wie gehen wir miteinander um? Wie erobern wir neue Märkte? Wie organisieren wir unsere Verwaltung? Der große Überbau für die Antworten ist die festgeschriebene Unternehmensstrategie, die Vision, das Leitbild, eben das „Wie“.

Es geht um das Miteinander

Damit dieses aber kein Papiertiger bleibt, sondern tatsächlich in die täglichen Entscheidungen einfließt, braucht es eine gut funktionierende Kommunikation und ein gewisses Maß an Beteiligungsmöglichkeit. Mitarbeiter – so zeigten die Umfrageergebnisse – wollen auch „mit dem Herzen“ dabei sein. Sie sehen das Thema Unternehmensstrategie viel emotionaler als die Manager. Wenn man nicht transparent kommuniziert, die Mitarbeiter mehr einbindet, so werden „die Loyalität von Mitarbeitern und ihr Grad der Identifikation mit den Unternehmungen niedrig bleiben“, heißt es einem Standard-Artikel. Strategie und deren Umsetzung werden von Mitarbeitern immer mehr als gemeinsame Leistung empfunden.

Wie aber hole ich mir als Unternehmer und als Vorgesetzter meine Mitarbeiter ins Boot? Diese Frage beschäftigt uns in der Kommunikationsarbeit natürlich ganz besonders. Meine Empfehlung an meine Kunden:

Der erste Schritt ist die simple Frage: „Haben wir unsere strategischen Überlegungen niedergeschrieben, in Beispiele gegossen, zum Weitererzählen aufbereitet? Oder sind diese im Kopf des Chefs eingenistet und dieser wundert sich, warum nur er seine Ziele klar vor Augen hat?

Der zweite Schritt ist offene Information über die Erwartungen und Anforderungen, aber auch über die Erfolge und Ergebnisse. Dazu gibt es je nach Unternehmensgröße eine ganze Reihe von Kommunikationswerkzeugen.

Ein weiterer Schritt ist die Schaffung von Beteiligungsmöglichkeiten, wo Mitarbeiter ihre Ansichten, ihre Ideen, ihre Kritik einbringen können. Wer jetzt sagt: „Meine Bürotür ist offen – es kann sowieso jederzeit jeder kommen, wenn er was zu sagen hat“, der macht es sich zu leicht. Es ist schließlich nicht jedermanns oder jederfraus Sache schnurstracks zum Chef zu spazieren und dort seine Meinung Kund zu tun. Da braucht es ein Repertoire an einfachen und niederschwelligen Beteiligungsinstrumenten und Kontinuität.

Und schließlich muss ein Unternehmen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter auch in der Lage sind, die Strategie in ihren alltäglichen Handlungen und Aufgaben auch umzusetzen. Laufende Schulungen und Angebote der Weiterentwicklung sind damit verknüpft.

So selbstverständlich die oben genannten Empfehlungen auch klingen, oft hapert’s schon am ersten Schritt. Wie schaut’s da bei Ihnen aus?

 

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

co