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Wie kommuniziert man Anerkennung ?

Wie kommuniziert man Anerkennung ?

Wertschätzung und Anerkennung – zwei Begriffe, die immer wieder genannt werden, wenn Mitarbeiter in Employer Branding Interviews sagen können, was ihnen in ihrem Unternehmen wirklich wichtig ist. Dass Kommunikation ein Eckpfeiler der Führungsarbeit ist, kommt ja nicht von ungefähr. Mitarbeiter, die gut informiert sind, mit denen wertschätzend umgegangen wird und die gelernt haben, über ihr Unternehmen zu schwärmen, sind die besten Markenbotschafter.

Wie aber zeigt man als Vorgesetzter am besten Anerkennung und Wertschätzung? Ein Artikel im Format hat mich dazu inspiriert, einmal ein paar Kommunikationstipps dafür zusammenzustellen:

Anerkennung, oder auch Lob, funktioniert nicht routinemäßig. Wer im Vorbeigehen ein „gut gemacht“ oder „prima“ ausstreut, wird nicht mehr als ein schales Lächeln ernten. Anerkennung heißt, dass ich mich mit meinem Gegenüber auseinandersetzen muss, dass ich wissen muss, was der oder die gerade macht und wie gut er oder sie es macht. Nur dann kann ich für gute Leistung auch konkretes Lob abgeben, oder konkret sagen, was ich anders haben möchte. Beides ist ein Zeichen von Anerkennung – auch die kritische Rückmeldung, wenn sie fundiert ist und wertschätzend erfolgt: Zuerst anerkennen, was gut läuft und dann rückmelden was man anders haben möchte.

Sie ahnen es schon – Voraussetzung dafür, dass ich notwendige Veränderungen konkret ansprechen kann ist, dass ich vorher auch das Ziel klar kommuniziert habe.

Anerkennung ist auch etwas, das sich nicht nur Teamleiter oder Projektleiter verdient haben. Wer wirklich darauf achtet, wie in seinem Unternehmen gearbeitet wird, der sieht auch die Verdienste der Teammitglieder – das kann eine gute Idee sein, die eingebracht wurde oder das kann auch der verlässliche Support sein, der ein gedeihliches Arbeiten erst möglich macht.

Anerkennung ist keine Eintagsfliege. Wer sich Wertschätzung zum Führungsprinzip macht, der sorgt für eine klare Linie „was anerkenne ich“, sowie für Kontinuität. Wer heute überschwänglich lobt und morgen schon wieder wegschaut, erreicht beim Mitarbeiter eher Frust und Enttäuschung.

Und schließlich gilt es auch noch, sich die Form zu überlegen. Mündliche Rückmeldung ist sicher die authentischste und meist auch die unmittelbarste. Da es nicht überall möglich ist, vor dem Mitarbeiter persönlich auf der Matte zu stehen, sehe ich im Telefonat die nächstbeste Option. E-Mails oder Facebooknachrichten sind natürlich auch ein Weg, sich gegenüber dem Mitarbeiter auszudrücken, allerdings erfordert die Schriftform immer ein bisserl mehr an Sensibilität was die Wortwahl betrifft. Schließlich fehlt dem Mitarbeiter ja der Klang der Stimme, der Augenkontakt, das spürbare Erlebnis eines Händedrucks, oder das ermunternde Lächeln – was alles Teil der positiven Botschaft sein kann.

Alles in allem ist die Wertschätzung der Mitarbeiter sicherlich ein Teil der Führungsarbeit, der auch Zeit in Anspruch nimmt. Aber ist es nicht genau diese Fähigkeit, zu leiten, zu motivieren, einen guten Spirit zu erzeugen, die gute Führungskräfte auszeichnet?

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