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Wie führen unter Stress?

Wie führen unter Stress?

Die Zahl der Führungskräfte, die unter beruflichem Dauerstress leiden, steigt. Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (2011) ist vor allem das mittlere Management wegen seiner „Sandwichposition“ gefährdet. Denn in dieser Rolle erhalten die Führungskräfte Druck von oben und unten.

Als Gründe nennen die Befragten den starken Erfolgsdruck, den Zeitdruck, die ständige Erreichbarkeit, fehlenden Ausgleich in der Freizeit und Arbeitsverdichtung.

Beim gestrigen Seminar „Führen unter Stress“ mit Pferde-CoachIN Conny Wernitznig, habe ich mit den Teilnehmerinnen dieses Thema intensiv behandelt. Aus meiner Erfahrung als Führungskraft weiß ich allerdings, dass es sehr häufig nicht diese äußere Faktoren sind, die Menschen stressen. Zunehmend belastet sie emotionaler Stress wie Angst, Unlust, Ärger und Frustration.

Auch macht nicht jeder Stress gleich krank. Empfindet der Mensch Sorge, Kummer und Bedrängnis, handelt es sich um negativen Stress (Distress). Fühlt sich eine Person jedoch bestimmten Herausforderungen gewachsen, werden diese im Körper positiv empfunden und verarbeitet. Der Mensch erlebt positiven Stress (Eustress).

Ob man nun etwas als belastend empfindet oder nicht, liegt in erster Linie nicht an den Umständen, sondern an der eigenen Einstellung dazu. Daher kann die selbe Realität von zwei Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen anders erlebt werden.

Ein erster Schritt, um mit Stress besser umgehen zu können, kann daher eine „Stress-Inventur“ sein. Die Frage: Was stresst mich? sollte in regelmäßigen Abständen zu einer persönlichen Stresskarte führen. Erst wenn wir unser „Bedrohungsszenario“ im Blick haben, können wir lernen, damit umzugehen.

Zum Beispiel kann schon eine Veränderung der Perspektive helfen, manches bedrohliche Stress-Element zu „entschärfen“. So sagt schon der griechische Philosoph Epiktet: „Nicht die Dinge sind so (positiv oder negativ), sondern unsere Einstellung macht sie so!“

„Host yourself“ – so lautet daher die erste Regel zur Stressbewältigung. Wie kann Kommunikation dabei helfen? – dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

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