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Wie fange ich am besten an?

Wie fange ich am besten an?

Die conco-media Schreibwerkstatt am vergangenen Wochenende gab einen Überblick, wie Pressearbeit strategisch geplant und umgesetzt wird. Eifrig geübt haben die Teilnehmer/innen dann, ihre eigene Presseaussendung zu texten. Dabei zeigte sich wieder einmal, dass die größte Hürde der erste Satz ist. Wie anfangen – das ist daher auch in dem heutigen Blogbeitrag die Frage.

Ich werde nicht müde, darauf zu verweisen, dass –  bevor der erste Satz getippt werden kann – Klarheit im Kopf herrschen muss. Nicht, dass ich den Kursteilnehmer/innen sagen muss, dass sie nüchtern sein sollen 😉 Es geht um die Ziele-Klarheit!

Was soll in dem Pressetext die Botschaft sein? Was ist so interessant, dass es in der Zeitung stehen, oder im Fernsehen gezeigt werden soll? Für welches Produkt, welche Dienstleistung, welche Expertise möchte ich die Öffentlichkeit gewinnen? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden und mit welchen Medien kann ich diese am besten erreichen? Fragen, die es zuerst für sich zu beantworten gilt. Ich kann mit Worten nur klar machen, was mir selber klar ist.

Wer solcherart vorgearbeitet hat, tut sich mit dem ersten Satz schon wesentlich leichter. Nun gilt es noch zu berücksichtigen, dass Presseartikel nicht wie Aufsätze gebaut werden. Einleitung, Höhepunkt, Schluss – das ist in der Pressearbeit das falsche Rezept. Dort wo Informationen immer schneller, immer dichter auf Leser/innen einprasseln, muss man mit der Tür ins Haus fallen. Sprich: Das Wichtigste zuerst!

Wenn dann noch die wesentlichen, für Leser/innen interessanten W-Fragen (wer, was, wann, wie, wo..) gleich ganz am Anfang beantwortet werden, dann nimmt der erste Satz schon recht brauchbare Formen an. Doch halt! Das war keine Aufforderung dazu, den ersten Satz über acht Zeilen laufen zu lassen. In der Kürze liegt die Kraft – also Konzentration bitte!

Warum ist gerade der erste Satz so wichtig? Weil wir mit diesem den ersten Leser, die erste Leserin gewinnen wollen – und das ist der Journalist / die Journalistin. Diese sollen sich für unser Thema interessieren, also müssen wir es interessant darstellen. Und das wäre im 15. Satz bereits zu spät – so viel Geduld wäre zu viel verlangt. Also ringen wir um den ersten Satz – viel Erfolg dabei!

PS: Der Termin für die Schreibwerkstatt 2014 ist schon fixiert: 20. November 2014, Schloss Weinberg bei Kefermarkt im Mühlviertel.

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