search slide
search slide

Keine Panik vor kalten Interviews

Keine Panik vor kalten Interviews

Gleich vorweg, Interviews vor Kamera und Mikrofon sind in unserer multimedialen Welt schon fast alltäglich. Private Fernsehstationen, der staatliche Rundfunk oder eifrige Videofilmer von der Social Media Front sind heute auch bei regionalen Anlässen immer öfter dabei. In der Regel geben die Interviewer den Betroffenen Zeit, sich auf den „Auftritt“ vorzubereiten. Der Idealfall, sozusagen.  Manchmal muss man aber auch mit einem kalten Interview – also aus dem Stand heraus, ohne Vorbereitung, zurechtkommen – weil der Reakteur, die Redakteurin noch schnell einen Sager braucht zu einem aktuellen Thema oder weil das TV-Team bei einer Veranstaltung auf der Suche nach einem Statement ist. Die schwierigste Situation ist, wenn man unmittelbar nach einem Unfall, einem Todesfall oder einer anderen Krisensituation vor die Kamera muss.

Eine klare Botschaft

Kalte Interviews sind dennoch kein Grund zur Panik. Wenn man ein paar Grundregeln beachtet bezüglich  den sprachlichen Ausdruck, das eigene Erscheinungsbild und auch den Umgang mit den Journalisten. So sollten Sie . . .

  • kurz überlegen, was Ihre Botschaft sein wird,
  • auf Hintergrund und Kleidung achten bevor es los geht,
  • in kurzen Sätzen reden,
  • ich-Botschaften senden,
  • konkret, nicht schwammig formulieren,
  • auf Fachbegriffe und Fremdwörter verzichten,
  • entsprechend der  Themenstellung lächeln oder ernst bleiben . . . .

Aber ehrlich, wenn einem so plötzlich  das Mikro unter die Nase gehalten wird bei einem „kalten Interview“, dann kann man schon ganz schön ins Schwitzen kommen. Dabei führen Journalisten grundsätzlich nichts Böses im Schilde, sondern wollen einen guten Job machen. Dazu gehört mitunter  auch ein „Auflauerinterview“, wo beispielsweise eine Sitzungspause genutzt wird, um Neuigkeiten aus einem Teilnehmer rauszulocken oder ein „Kreuzfeuer-Interview“, wo gleich zwei Interviewer dem Interviewten auf den Zahn fühlen, um Unsicherheit zu erzeugen und damit unbeabsichtigte Aussagen einzufangen.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

co