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Was heißt hier eigentlich Kongruenz?

Was heißt hier eigentlich Kongruenz?

Wenn ich meine Tätigkeit als PR-Beraterin und Trainerin unter das Logo „congruent communication & media“ stelle, ist es naheliegend, erst einmal zu erklären, was damit gemeint ist. Rein sprachlich heißt der aus dem lateinischen Wort congruentia kommende Begriff Kongruenz   Übereinstimmung. Fasziniert hat mich der Begriff in der Interpretation der Familientherapeutin Virginia Satir. Sie versteht Kongruenz als ganz wesentlichen Beitrag zur Selbstgesundheit, wenn in der Kommunikation die Übereinstimmung von Gesichtsausdruck, Körperhaltung und Stimmausdruck gegeben ist.

Als  PR-Beraterin spanne ich den Begriff etwas weiter, von der persönlichen Ebene auf die Ebene der Selbstdarstellung von Unternehmen und Organisationen. Kongruente Kommunikation heißt für mich auch Authentizität – also Übereinstimmung von Schein und Sein. Public Relations – also die Beziehung zur Öffentlichkeit – sollte keine Scheinwelt abbilden. PR kann vielmehr ein ständiger Auftrag sein, dorthin zu wachsen und ein Unternehmen so zu entwickeln, wie man es gerne am Markt positioniert sehen möchte. Frei nach dem Motto: „Seit gut und rede darüber, aber sei zuerst gut“.

Erst das Fundament, dann die Aktion

Für mich als Beraterin und Trainerin bedeutet Kongruenz in der Kommunikation, dass alle Aktivitäten deckungsgleich zu den Zielen und Werten des Unternehmens / der Organisation geplant werden. Also zuerst muss geklärt werden, auf welchem Fundament das Unternehmen steht und wie es sich entwickeln möchte, dann erst können Kommunikationsmaßnahmen und Trainings sinnvoll umgesetzt werden.

Mein persönlicher Auftrag ist, dass ich mich als Person mit großer Empathie in Unternehmen und Organisationen einfühle, ohne die Außensicht der Beraterin aufzugeben. Denn kongruente Kommunikation braucht auch immer wieder die Rückmeldung der Dialogpartner.

Thesen zur Kongruenz zum Nachlesen

Abschließend eine Passage von Virginia Satir aus dem Buch „Kommunikation – Selbstwert – Kongruenz“ und ein Tipp für schnelle Leser: Gut Zusammengefasst sind Satirs Thesen in einer Buchbeschreibung von Dr.in Ulrike Feichtinger:

„Was würde passieren, wenn plötzlich über Nacht alle Menschen unserer Welt die Erfordernisse einer kongruenten Lebensweise erlernen würden:

  • klar zu kommunizieren
  • zu kooperieren statt miteinander zu konkurrieren
  • zu befähigen statt zu unterjochen
  • der menschlichen Individualität gerecht zu werden statt zu kategorisieren
  • Autorität zu nutzen, um zu dem anzuleiten und das zu erreichen, „was passt“ statt durch Tyrannei der Macht Unterwerfung zu erzwingen
  • sich selbst ganz und gar zu lieben, zu schätzen und zu respektieren
  • persönlich und sozial verantwortlich zu sein
  • Probleme als Herausforderungen und Gelegenheiten zur Entwicklung kreativer Lösungen zu nutzen

Ich glaube, wir würden in einer völlig anderen Welt aufwachen, einer Welt, in der Friede möglich wäre. Dazu ist nichts weiter erforderlich, als dass wir unser Bewusstsein verändern. Doch was würde uns dazu bringen, unser Bewusstsein zu ändern? Ich glaube, dazu müssten wir uns selbst genügend lieben und wertschätzen und erkennen, dass wir spirituelle Wesen sind. [Satir, p. 469f]“

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