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Was bringt denn das Netzwerken?

Was bringt denn das Netzwerken?

Frau kennt das. Wenn daheim eine Baustelle zu organisieren ist, wenn ein Jubiläum im Verwandtenkreis ansteht, dann heißt es: „Mach du das!“ Unabhängig davon, ob sie berufstätig ist oder nicht.  Und tatsächlich weiß Frau, wo sie welche Handwerker und Helfer auftreibt oder den geeigneten Caterer und bei wem sie sich den Beamer oder das superlange Verlängerungskabel ausleihen kann. Wie macht Frau das eigentlich?

Sie netzwerkt tagaus tagein und hat dann, wenn sie sie braucht, die richtigen Leute und Adressen an der Hand. Der häufigste Unterschied zu Männernetzwerken: die Kontakte von Frauen führen oft nicht direkt in Führungsetagen sondern eher zu den praktischen Weggefährten des Alltags und Frauen netzwerken nicht systematisch. Vom Prinzip her aber machen beide das gleiche: Sie interessieren sich für andere Menschen, merken sich deren berufliches oder privates Umfeld, speichern sich Telefonnummern ein und frischen Bekanntschaften auf, wenn sich die Gelegenheit eines Treffens ergibt. Und sie tun das nicht vordergründig berechnend, sondern aus Interesse. Wer so vorgeht, wird selbst auch für andere Netzwerker interessant. Denn Kommunikation, die nur ein eigennütziges Ziel verfolgt, wird schnell durchschaut.

Allerdings nutzt Frau auch immer häufiger institutionalisierte Netzwerke – wie etwa Frau in der Wirtschaft oder Business & Professional Woman. Plattformen also, die den Austausch von Interessen erleichtern. Es ist ganz hervorragend, dass es diese Möglichkeiten gibt. Nur brauchen solche Plattformen eine etwas zielgerichtetere Vorgangsweise. Schließlich investiert Frau bewusst Zeit in die diversen Veranstaltungen und sollte daher auch ein bisschen den persönlichen Vorteil im Auge behalten. Stundenlanges Plaudern am Buffettisch, das bei planlosem Smalltalk verweilt, ist auf die Dauer nicht befriedigend. Daher sollte Frau sich vor der Veranstaltung ein paar Fragen stellen:

  • Was erwarte ich mir von dem heutigen Treffen?
  • Wen aus dem zu erwartenden Teilnehmerkreis möchte ich denn gerne näher kennen lernen?
  • Welches Thema möchte ich heute besprechen?

Gerade für Ein-Personen-Unternehmerinnen ist so ein Netzwerkmeeting ideal, um Themen auf den Tisch zu bringen, für die einem im Büro klar der Ansprechpartner fehlt. Wieso nicht ein Gespräch am Buffettisch mit der Frage beginnen: Wie sind Sie denn mit Ihrem Smartphone zufrieden? – wenn man gerade dabei ist, nach einem neuen Gerät Ausschau zu halten. Oder: „Wer betreut denn Ihre Website“ – wenn Sie gerade einen Webprogrammierer brauchen.

Dass wir uns recht verstehen: Netzwerktreffen brauchen keine Agenda, die es abzuarbeiten gilt; Lediglich ein paar Überlegungen vorher und Ihre Gespräche verlaufen noch fruchtbarer.

Übrigens: Ein lohnenswertes Ziel für einen Netzwerkabend könnte auch ganz einfach sein, zu üben, sein eigenes Tun in zwei Sätzen so vorzustellen, dass der Gesprächspartner gleich ein gutes Bild von einem hat. Wer keine klare Positionierung hat, wird schnell merken, wie schwer das ist (aber das ist eine andere Geschichte . . .)

Foto: Maridav – Fotolia.com

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