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Sind Wandzeitungen noch zeitgemäß?

Sind Wandzeitungen noch zeitgemäß?

Mails, Facebook-Einträge, Tweets, Infoscreans und Wikis beherrschen heute die interne Kommunikation in Unternehmen – davon ausgehend, dass jeder sein Smart-Phone hätschelt und am Arbeitsplatz genau so wie daheim auf Webplattformen surft. Gerne wird dabei übersehen, dass tatsächlich nicht jeder die mobile Kommunikation schätzt und schon gar nicht jeder überall online ist – zum Beispiel in Produktionsbetrieben, wo tatsächlich noch mit den Händen und nicht nur am Computer gearbeitet wird. Wie gut, dass es da Alternativen gibt – zum Beispiel die Wandzeitung, die gerade eine Renaissance erlebt.

Lesen im Vorbeigehen

Ihre Vorgeschichte hat die Wandzeitung vor allem im politischen Bereich, als es galt, die Menschen über das Tagesgeschehen zu informieren und für politische Zwecke zu mobilisieren. Das Instrument haben Machthaber genauso genutzt, wie Bürgerbewegungen.  Später  gehörte die Wandzeitung in den Werkzeugkasten jedes Kommunikationsarbeiters. Von dort stammt auch ihr Einsatz in der internen Kommunikation von Unternehmen und Organisationen.

Das gestaltete Info-Medium, das aktuell und unkompliziert auf das Schwarze Brett gepinnt wird, ist sozusagen die Zeitung für den schnellen Blick. Im Vorbeigehen informieren sich Mitarbeiter  über Neuigkeiten aus der Firma, nehmen Termine auf und tragen Positionierung und motivierende Botschaften in den Arbeitstag hinein. Auch wenn es kriselt und Verhaltensmaßnahmen rasch an die Frau und den Mann gebracht werden müssen, eignet sich die Wandzeitung, weil sie so einfach umzusetzen ist.

Die kleine Schwester

Ich setze die Wandzeitung als die „kleine Schwester“ der Mitarbeiterzeitung ein, die in kürzeren Intervallen und ohne großen Aufwand den roten Faden zwischen den Abteilungen und verschiedenen Geschäftsfeldern oder Standorten knüpft.

Eine Wandzeitung kann aus einem A 3 Blatt bestehen, wie das Bildbeispiel von Sonnberg Biofleisch oder ein auffallendes Baukastensystem bilden, wie dies heuer vom Telekommunikationsunternehmen Kapsch in die Praxis umgesetzt wurde. Eine Wandzeitung als Kunstprojekt zeigt die heurige Viennale. In der Bildung sind Wandzeitungen eine sehr einfache Möglichkeit, Projektabschnitte zu dokumentieren und zu visualisieren.

Wer sich bei der Nutzung des Instrumentes Wandzeitung nicht auf das Pinnen von Zeitungsartikeln und „Waschzetteln“ beschränken will, sollte ein feines Layout dafür entwerfen, die CD-Regeln berücksichtigen und journalistisch texten.

Das Handwerkszeug dafür gibt’s im aktuellen conco-media Seminarangebot.

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