search slide
search slide

Öffentlichkeitsarbeit auch am Bauernhof?

Öffentlichkeitsarbeit auch am Bauernhof?

Kommunikation als unternehmerische Kompetenz ist zunehmend auch bei landwirtschaftlichen Betrieben gefragt.

Durch Urlaub am Bauernhof und Selbstvermarktungsinitiativen treten Bauer und Bäuerin heraus aus dem Lagerhaus-Schatten und entwickeln ihr eigenes Profil. Mit einem „Tag des offenen Bauernhofs“ oder mit Einladungen an Kindergärten und Vereine, sich auf den Feldern umzusehen, gehen sie aktiver in den Dialog mit den Abnehmern ihrer Produkte. Auch die Nutzung der Social Media und die eigene Webseite werden selbstverständlich. Da gibt es ganz beachtliche Beispiele, wie etwa den Biohof Thauerböck auf der Mühlviertler Alm, der sich als Schnapsrast mit preisgekrönten Edelbränden profiliert und über Webseite, Facebook, Newsletter und Twitter immer wieder hervorstechende Aktivitäten bewirbt wie etwa das Aufleben des Strohdachdeckens oder die Eröffnung eines Gemeinschaftsgartens. Natürlich muss man da auch mit dem Handwerkszeug der Kommunikation umgehen können – aber das kann man lernen, oder sich dabei helfen lassen.

Ein Bauernvertreter in Deutschland ermunterte kürzlich beim Bauerntag 600 Delegierte dazu, mit Gesellschaft und Politik in einen öffentlichen Dialog zu treten. das nach wie vor sehr große Vertrauen gegenüber den Bauern übertrage der Bürger nicht automatisch auf die Produktionsmethoden und die Produkte. Gerade weil die Produktion von Lebensmitteln immer wieder auch medial kritisch hinterleuchtet wird, sei es wichtig, die eigene Position einzubringen. Bauern und Bäuerinnen als Fachleute dürfen in diesen Diskussionen nicht fehlen.

Nicht zuletzt dient die öffentliche Wahrnehmung der Leistungen und Stärken der bäuerlichen Betriebe ja auch dem eigenen Selbstbewusstsein und macht jungen Leuten Mut, sich für eine Zukunft am Bauernhof zu entscheiden.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

co