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Mach dich rar

Mach dich rar

Wahlkampfzeiten sind immer spannend für Beobachter aus der PR- und Werbeszene. Was haben sich die Strategen einfallen lassen? Wie legen sie ihre Kampagnen an?

VP-Kandidat Sebastian Kurz setzt offenbar ganz stark auf PR. Er spricht und informiert weniger über Werbe-Kampagnen (wie das die SPÖ aktuell tut) sondern agiert nach der PR-Regie im Hintergrund. Dazu gehört, dass er sich auf ganze wenige Themen konzentriert, die er dafür umso hartnäckiger befeuert (Stichwort Asylwerber). Und dazu gehört offenbar auch, dass er seinen Stellenwert heben will, indem er sich rar macht. So berichtet etwa der Standard* über Interview-Absagen und ähnlich ist es auch dem ORF bereits ergangen.

Vielleicht hat sein Wahlkampfmanager in Mario Prickens Werk „Die Aura des Wertvollen“ geblättert und am Kapitel „Künstliche Verknappung“ gefallen gefunden?

Nun mag sich mancheiner fragen, ob man denn einen Politiker wie ein Produkt „vermarkten“ soll? Die Antwort wird uns der Wahlabend geben.

 

*Auszug aus dem Stadard-Wahlletter vom 24.8.2017:

Kein einfaches Verhältnis

Um ganz offen zu sein: Wir vom STANDARD haben kein ganz einfaches Verhältnis zu Sebastian Kurz. Vielleicht haben Sie das mitbekommen. Die kritischen Kommentare, Kolumnen und Glossen (z. B. hier und hier, die wir auch zu Kurz veröffentlichen, haben dazu beigetragen, dass die Stimmung zwischen Kurz und dem STANDARD vor allem im vergangenen halben Jahr spürbar abgekühlt ist. Wir werden nicht mehr zu allen Terminen eingeladen, und für die Chats mit den Userinnen und Usern, zu denen wir alle Parteichefs eingeladen haben, gibt es nur von Kurz eine Absage. Auch für unsere Interviewserie 2+1, die wir im Sommer traditionell mit den Parteichefs gemeinsam mit interessanten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bestreiten, gibt es von Kurz als einzigem Parteichef mittlerweile eine Absage. Kurz macht sich rar – nicht überall, aber ganz besonders beim STANDARD. Immerhin gibt es eine Zusage für ein Interview, wir werden sehen.

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