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Kühler Kopf in der Krise

Kühler Kopf in der Krise

Die Krisenkommunikation kennt ein par fixe Parameter, die auch den Damen und Herren in der Politik angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise beachtenswert erscheinen sollten.

Wenn ein Unternehmen in eine Krise schlittert – sei es selbst verschuldet oder durch äußere Umstände herbeigeführt – dann heißt es rasch und faktenorientiert kommunizieren. Keine Schuldzuweisungen, keine Verdächtigungen, keine Schnellschüsse. In der akuten Krise geht es vorerst darum, klar zu stellen, was passiert ist und eine angemessene Empathie für die Betroffenen an den Tag zu legen.

Erst im nächsten Schritt kann man über die Ursachen reden – aber immer lösungsorientiert! Was tun wir, um die Folgen der Krise in den Griff zu bekommen?

Und schließlich kommt die Zeit der Analyse und der Kommunikation der Lernerfahrung:  Welche Schlüsse ziehen wir aus der Krise und der Erfahrung ihrer Bewältigung,  sodass wir künftighin besser vorbereitet sind oder eine ähnliche Krise überhaupt vermeiden können?

Dass Unternehmen gut daran tun, mit einer Stimme zu sprechen, ist natürlich in der Politik ein frommer Wunsch. Noch dazu, wenn ein Koalitionspärchen vor dem Mikrofon steht. Aber sinnhaft und wesentlich beruhigender für die Zuhörer/-seher wäre es natürlich schon!

In Unternehmen wird möglichst rasch ein Krisenstab gebildet, der alle Aspakte der anstehenden Problematik abdeckt und der einen Sprecher definiert. Dieser ist bestens informiert, mit dem CEO akkordiert und auch durch seine Sprache und sein Auftreten in der Lage, jederzeit den richtigen Ton zu treffen. An diesen Sprecher werden einlangende Anfragen und Interview-Begehren auch klar verwiesen, bis in Phase 3 die Schlüsse für das Verhalten des Unternehmens in der Zukunft gezogen werden können.  Es wäre in Unternehmen nicht gut, wenn etwa bei einem 14 Personen umfassenden Führungsgremium oder Krisenstab, jeder seine persönliche Interpretation in Sachen Krisenbewältigung hinausposaunte und der CEO dann vor dem Problem steht, sich für unterschiedliche Aussagen rechtfertigen zu müssen.

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