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Ist tägliches posten zu wenig?

Ist tägliches posten zu wenig?

Hände weg von Facebook! Kleine und mittlere Unternehmen haben nach wie vor eine riesige Scheu, die neuen Medien im Internet für ihre Unternehmen einzusetzen. Nicht ganz unbegründet, würde ich sagen. Wenn man sich anschaut, mit welchem Aufwand gut funktionierende Seiten gepflegt werden, dann stellt sich schon die Frage, wie das ein KMU schaffen soll.

“Lieber g’scheit, als gar nicht”, – diese Einsicht hat sich inzwischen herumgesprochen. Während in den Anfängen des Social Media Hypes Firmenseiten einfach so ins Dasein stolperten, ohne Plan und ohne echte personelle Ressource, ist heute Vorsicht an der Tagesordnung. Ist tägliches Posten zu wenig? Wie lange braucht man für eine gut gepflegte Facebookseite? Was tun, wenn auf unserer Seite verbaler Müll abgeladen wird? – So viele Fragen höre ich ständig von Kunden und Seminarteilnehmern. Und immer muss ich die gleiche Antwort geben: Planen Sie ihre Seite gut und pflegen Sie den Dialog darauf mindestens so aktuell wie im E-Mailverkehr. Jetzt ist bekannt, dass mir auch die E-Mail-Kultur mancher Unternehmen schlichtweg zu nachlässig ist. Mails werden oft nicht beantwortet. Solchen Unternehmen rate ich von einer Unternehmensseite auf Facebook entschieden ab. Wer nicht digital kommunizieren will oder aus zeitlichen Engpässen heraus nicht kann, der muss auch die Social Media bleiben lassen.

Rede und Antwort

Sich ernsthaft an das Thema Social Media heranwagen kann den bescheidenen Etat von 130.000 Euro erfordern, den die ÖBB dafür aufwenden (“Im Vergleich zum gesamten Media-Etat von rund zehn millionen Euro ist das sehr, sehr wenig”, erklärt die Leiterin der Konzern-Kommunikation der ÖBB Holding im aktuellen Trend). Ein gut gemachter Blog, eine gut gepflegte Facebookseite braucht vor allem eine gute redaktionelle Betreuung – das ist eine personelle Frage und den Willen zum offenen Dialog – das ist eine Chef-Entscheidung.

Aber, um auf die Frage im Titel einzugehen: Tägliches Posten ist tatsächlich zu wenig. Der Dialog mit möglichst vielen Menschen im Web ist eine Mischung aus Service (Fragen rasch beantworten, nach Lösungen für Probleme suchen), Unterhaltung (amüsante Details aufgreifen, originelle Fotos einbringen) und Kundenpflege (Vorteile einspielen, Diskussionen anregen). Dass Unternehmen inzwischen mit dieser Herausforderung auch ganz gut umgehen können, zeigen die Beispiele der Großen: Neben den ÖBB (27.400 Fans) glänzen auch die Voestalpine oder die AUA im Netz. Beispiele für lebendige Auftritte regionaler Unternehmen sind etwa das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern (3.940 Fans) oder die Seite “Oberösterreich Botschaft” (5775 Fans) vom OÖ Landestourismus.

Qualität vor Masse

Einen Trost habe ich für jene, die  von solchen Zahlen noch weit weg sind: Nicht allein die Masse zählt, sondern die Qualität der Kontakte. Am wichtigsten ist, dass jeder einzelne, der auf der Unternehmensseite eine Frage stellt oder eine Anmerkung postet, binnen weniger Stunden eine Antwort bekommt. Wenn im deutschsprachigen Umfeld ein paar hundert Menschen über Facebook Anteil nehmen an dem, was ein regionales  Unternehmen zu erzählen hat, dann sind das in der Regel treue Fans und dazu zählen auch die Mitarbeiter . . .

PS.: Aber natürlich freuen sich auch KMU oder EPU wie conco-media über jedes neue “das gefällt mir” ;-)

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