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Emotion wirkt

Emotion wirkt

Emotionen kennen wir am besten aus der Werbung: die Drogeriekette, die uns glücklich macht; der Reiseveranstalter, der uns Entspannung spüren lässt; die Bank, die sogar Rucksäcke liebenswert verliebt erscheinen lässt usw. Während uns der politische Alltag mit Grauslichkeiten und menschlicher Kälte überhäuft, überschüttet uns die Werbung mit emotionaler Wärme und positiven Gefühlen.

Warum ist das so? Weil wir Vertrauen zu Produkten nur über Menschen aufbauen können. Darum ist es auch so wichtig, dass Menschen den Produkten emotional vorangehen. Bei anonymisierten Markenkonzernen sind das eben Testimonials – oft Promis, oder eben glücklich wirkende Werbefamilien.

Voraus-Strahlen

Im Unternehmensalltag von Klein- und Mittelbetrieben können diese Rolle am besten die Eigentümer selbst übernehmen. Zwar sind wir in der PR – im Gegensatz zur Werbung – dazu angehalten mit Fakten und gut erzählten, aber wahren Geschichten zu punkten. Die Menschen als Vertreter der Unternehmen und der Organisationen dürfen wir aber keinesfalls „außen vor“ lassen. Wer sonst, als der Eigentümer selbst könnte so richtig ins schwärmen kommen, wenn er über sein Produkt erzählt? Wer sonst kann Begeisterung spüren lassen, wenn etwas gut gelungen ist?

Die Routine des Arbeitsalltags mag vielleicht dazu verführen, das was man tut, als selbstverständlich abzutun. Aber Kunden wollen keine Routiniers, sondern sie wollen Schwärmer. Sie wollen das Feuer spüren, das hinter einer Idee steckt, die zur Entwicklung des Produktes / Angebotes geführt hat. Sie wollen sich von der Begeisterung anstecken lassen, mitfühlen, mitstaunen usw.

Erfreuen, nicht nerven

Dafür zu sorgen, dass dabei das richtige Maß gehalten wird und Begeisterung nicht als penetranter Stolz wahrgenommen wird, ist die Aufgabe des PR-Beraters als Medientrainer und Coach. Im Zweifel rate ich aber jedem eher zur Emotion, als dagegen. Wir Konsumenten sind hungrig nach Freude, nach Energie, nach positiven Gefühlen. Und wir rücken gleich ein Stück näher heran, wenn wir merken, dass diese Emotionen auch wirklich von Herzen kommen; dass sie nicht eingelernt sind, sondern der inneren Überzeugung entsprechen.

Politker können das immer weniger vermitteln, weil sie sich zu oft verbiegen müssen aus Parteiräson. Währenddessen ein Handwerker, der mit seinem Tun wirklich Nutzen stiften kann, seine Überzeugung lebt. Und das darf und soll er auch entsprechend emotional nach Außen tragen.

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